300 Jahre Karlsruhe Gott in der Stadt / Spurensuche in Vergangenheit und Zukunft
Ökumenische religionspädagogische Jahrestagung am Dienstag, 24. März

(Karlsruhe, 25. März 2015) "300 Jahre Karlsruhe – Gott in der Stadt", unter diesem Thema stand die ökumenische religionspädagogische Jahrestagung, an der gestern insgesamt 135 Hauptamtliche teilnahmen. "Wir wollen heute die Stadt als religiösen Ort in den Blick nehmen", begrüßte Thomas Schwarz, Schuldekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe. Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, Frank Mentrup, erklärte in seiner Rede, dass eine Stadt auch immer eine Herausforderung sei. "Städte tragen die Öffnung zur Welt in sich", so Mentrup und das zeige sich durch die Aufnahme der Flüchtlinge und vieles mehr. "Leben in der Stadt ist eine Auseinandersetzung mit Ambivalenzen auf der Welt", führte der Oberbürgermeister weiter aus.

Am Vormittag referierte Prof. Dr. Paul Zulehner aus Wien über das Thema "secular city – religionspädagogische Herausforderung Großstadt". "Städte sind der Inbegriff der modernen Welt und es gibt keine Grenzen mehr, die wir der Modernisierung gesetzt haben", erläuterte Zulehner. Und es brauche Menschen, die Kenntnisse über die Religionen in der Welt haben. "Wir brauchen Sie", richtete er sein Wort an die Religionslehrerinnen und Religionslehrer. Die Modernisierung sei ein Grund für die Säkularisierung, führte er eine langjährige These an. Doch diese sei überholt, so der Fachmann. Eine neue Art der Netzwerktheologie für Gläubige müsse entwickelt werden. "Wir brauchen ein persönliches, intimes Glaubensnetzwerk", erklärte Paul Zulehner. Als Beispiel nannte der Theologe eine Uni-Assistentin, die mit zehn Paaren ein solches Glaubensnetzwerk gebildet hat. "Die Peer-Group übt heutzutage einen viel größeren Einfluss auf die Menschen aus als die Familie", so Zulehner und der Mensch müsse sich "ein- oder auswählen, was seinen Glauben betrifft". Ohne gehe es auf Dauer nicht und im Laufe des Lebens könne sich das Interesse am Glauben ändern.

Den Vortrag von Prof. Dr. Paul Zulehner können Sie hier anhören.


Willkommen im Schuldekanat Karlsruhe der Evangelischen Kirche in Karlsruhe

Herzlich begrüße ich Sie auf unserer Homepage als Schuldekan der Evangelischen Kirche in Karlsruhe.

Rund 15.000 Schülerinnen und Schüler besuchen Woche für Woche den evangelischen Religionsunterricht an den 109 Schulen in Karlsruhe, wo sie von etwa 300 staatlichen und kirchlichen Lehrkräften unterrichtet werden. 

Im Religionsunterricht (RU) geht es um Grundfragen des menschlichen Lebens: Was ist gerecht? Warum müssen Menschen sterben? Wie hat alles angefangen? Warum gibt es Mann und Frau? Was ist Glück? Wie werde ich frei? Warum soll ich an andere denken? Wo wohnt Gott? Gibt es Gott überhaupt? Was kommt nach dem Tod? Wie ist das mit Streit und Versöhnung? Was ist wahr? Was dürfen wir hoffen? Was sollen wir tun?

Der RU begleitet Kinder und Jugendliche bei ihrer Suche nach Orientierung und Lebenssinn. Er stellt auf altersgemäße Weise den Zusammenhang zwischen Glauben und Leben dar und ermöglicht so, die Bedeutung des Evangeliums von Jesus Christus im Leben zu entdecken und im christlichen Glauben eine Hilfe zur Deutung und Gestaltung des Lebens zu finden. Er informiert die Schülerinnen und Schüler nicht nur über den christlichen Glauben und seine Traditionen, sondern bringt sie auch mit dem Glauben als Einstellung, Haltung und Lebenspraxis in Berührung.

Zu den Aufgaben des Schuldekans gehört es, Lehrerinnen und Lehrern genauso wie die Schuleitungen bei der Durchführung und Organisation von Religionsunterricht zu unterstützen. Im Schuldekanat tun wir dies vor allem durch unsere Fortbildungen, durch Unterrichtsberatung und durch das vielfältige Angebot unserer Bibliothek.
Daneben ist der Schuldekan beteiligt an der Leitung des Kirchenbezirks und wirkt mit bei den Beratungen in den Gremien und beim Visitationsgeschehen. 


Ich freue mich auf die persönliche Begegnung mit Ihnen


Ihr Schuldekan

Thomas Schwarz




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